Kulturní dědictví
Villa Tugendhat
Die funktionalistische Architektur der Zwischenkriegszeit ließ auf unserem Gebiet zweifellos Spuren. Eines der schönsten und atemberaubenden Zeugnisse dieser Behauptung ist gerade die Villa Tugendhat. Ihre Bedeutung und Schönheit wurden erst 2001 anerkannt. Zu der Zeit wurde das Gebäude in die Liste des Weltkulturerbes UNESCO eingetragen.
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Der Architekt, dessen Konzept als Unterlage für den Bau des Gebäudes gedient hat, war Ludwig Mies van Rohe. Gerade dieser berühmte deutsche Architekt war der Autor des Projekts, das auf den Wunsch des reichen Inhabers der Textilfabrik in Brno (Brün), Fritz Tugendhat, entworfen wurde.
Wenn wir uns auf diesen Fabrikanten und seine Familie konzentrieren, erfahren wir, dass sie hier zusammen nur 8 Jahre lang gewohnt haben. Weil Europa vom Nazi-Terror getroffen wurde, emigrierte die Familie Tugendhat in die Schweiz und übersiedelte später nach Venezuela.
Weitere Entwicklung der Villa Tugendhat
Was die weitere Entwicklung des Hauses angeht, wurde das Gebäude zu verschiedenen Zwecken genutzt. Anfang der 80er Jahre des 20. Jh. kam es zu einem Umbau dieses Komplexes, die Rekonstruktion war jedoch nicht gefühlvoll und die Villa kam dadurch um ihre schönen originellen Badezimmer und Toiletten.
Die Wirklichkeit ist aber so, dass die Villa im Großen und Ganzen ihre originelle Gestalt bewahrt hat. Es handelt sich bei dem Gebäude um den letzten Bau, der in Europa nach dem Entwurf von Ludwig Mies van der Rohe gebaut wurde. Der Architekt ist nämlich auch vor dem Nazismus in die USA geflohen. Dort ließ er in Chicago einige sehr interessante Gebäude errichten.
Baulösung der Villa
Die Gestalt der Villa ist geradezu revolutionär. Das Skelett ist aus Stahl. Der Bau ist auch durch eine einzigartige Realisierung der Decken der Stockwerke interessant. Das Haus steht im Freiland und prahlt mit drei Stockwerken. Jede Etage unterscheidet sich sowohl im Grundriss als auch in der Stirnseite.
Den Hauptteil des Hauses stellt der zweite Stock dar, wohin man dank eines spindelförmigen Treppenhauses, das sich in der Eingangshalle befindet, gelangen kann. Sehr schön sind auch die Wohnräume und der Wintergarten. Interessant ist auch die Küche, die mit einem Aufzug für die Speiselieferung und mit Kammern ausgestattet ist.
Wenn man noch weitere Merkwürdigkeiten des Hauses erwähnen soll, dürfen nicht die Glaswände vergessen werden, die den ganzen Bau mit seiner Umgebung verbinden. Einige Fenster wurden so konstruiert, dass sie bis zum Boden heruntergelassen werden können. Was den Mantel des Gebäudes angeht, wurde er aus reinem Milchglas erzeugt.



