Kulturní dědictví
Schloss und Gärten in Kroměříž
Die Stadt Kroměříž (Kremsier) kann mit Recht mit einer Perle prahlen, die sich direkt im Kern der Stadt befindet. Es handelt sich um einen Komplex, der durch einige Gebäude gebildet wird, deren Mittelpunkt das erzbischöfliche Schloss und die Gärten unterhalb des Schlosses sind. Alle genannten Gebäude mit dem erzbischöflichen Schloss an der Spitze wurden im Jahre 1998 in die Liste UNESCO eingetragen.
Erzbischöfliches Schloss in Kroměříž
Das erzbischöfliche Schloss mit seinem großen altertümlichen 86 Meter hohen Turm wurde wortwörtlich zur Dominante der ganzen Stadt. Wenn wir in die Geschichte zurückkehren, so erfahren wir, dass das Schloss dank der Olmützer Bischöfe erbaut wurde, deren Eigentum die hiesige Marktsiedlung war. Gerade sie ließen hier die ursprüngliche gotische Burg bauen, die später im Renaissancestil umgebaut wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie aber durch schwedische Soldaten völlig zerstört. Im 17. Jh. entstand an der Stelle der ehemaligen Burg ein Barockpalast.
Was die einzelnen Räume im Schloss angeht, sind besonders verschiedene Repräsentationssäle sehenswürdig. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Tagungssaal, in dem 1848 ein sehr bedeutender Reichstag stattfand. Sonst kann man auch die umfangreiche Bibliothek, den Thronsaal, den Rosen- und Zarensalon oder den Musikarchiv besichtigen. Für die Kunstliebhaber ist die Schlossgemäldegalerie zu empfehlen.
Wenn sie die Stadt von oben anschauen wollen, besuchen sie den Schlossturm, der unter der Wirkung des Bischofs Hamilton erbaut wurde. Unweit des Schlosses befindet sich noch ein Münzhaus, der ebenfalls im 17. Jh. errichtet wurde.
Garten unterhalb des Schlosses
Dieser Garten befindet sich, wie schon der Name verrät, neben dem Schloss und sein ursprünglicher Sinn bestand darin, dass er nicht nur als Blumengarten fungierte, sondern auch als Gemüsegarten. Seine Barockgestalt gewann er erst im 17. und 19. Jh. Im 19. Jh. wurde aus dem Garten eine Art von Landschaftspark errichtet. Seine Fläche beträgt 64 Hektometer und er dient zur Entwässerung des Flusses Morava, der sich in seiner Nachbarschaft befindet. Im Park sind zahlreiche kleinen Seen und kleine Flüsse zu finden, aber auch Kolonnaden und ein Fischerpavillon. Heutzutage gibt es hier auch einen ZOO, oder eher einen Winkel, wo verschiedene Tiere gehalten werden.
Blumengarten
Dieser architektonisch gelungene Garten befindet sich in der Nähe des Schlosses. Im 17. Jh. hat ihn der Bischof Karl II. Liechtnestein-Kastelkorn bauen lassen. Es handelt sich um einen Typ italienischen Gartens, in dessen Mitte sich eine Rotunde befindet. Entlang der Wege kann man Skulpturen antiker Gestalten bewundern. Es handelt sich meistens um Götter oder um mythologische Helden.



